Apr 052017
 

Tritium auf dem Ihlenberg / Deponie außer Kontrolle?

Eine Deponie wird eingerichtet, um gefährliche Stoffe sicher dauerhaft so einzulagern, dass sie nicht in die Umwelt gelangen.
Am Beispiel des radioaktiven Tritiums kann man leicht erkennen, dass dies auf dem Ihlenberg nicht mehr gelingt. Dieser radioaktive Stoff gelangt ungehindert und nicht mehr rückholbar in die Umwelt. Es findet also eine Risikoverlagerung vom Abfallerzeuger und dessen Region in die Selmsdorfer Umwelt statt! Haben Sie auch schon gehört, radioaktives Tritium sei harmlos? Es ist zwar unbestritten, dass die Menge des zurzeit gemessenen Tritiums unterhalb der Grenzwerte der Strahlenschutzverordnung liegt. Diese Werte werden von vielen Wissenschaftlern angezweifelt, denn bei einer Reduzierung der Grenzwerte könnten z.B. Atomkraftwerke nicht mehr betrieben werden!
Seien Sie daher skeptisch und informieren Sie sich selbst. Nachfolgend die Ergebnisse unserer Recherchen.

Was ist eigentlich Tritium?

Tritium ist eines der drei Wasserstoffisotope und wird auch überschwerer Wasserstoff genannt. Tritium ist als einziges der drei Isotope radioaktiv.
Tritium kommt in drei verschiedenen chemischen Formen vor:

  • Gasförmiges Tritium (HT = Tritium Wasserstoff)
  • An organische Materie gebundenes Tritium, gefunden in Pflanzen sowie bei Mensch und Tier
    (OBT= Organically Bound Tritium)
  • Tritiiertes Wasser ist chemisch identisch mit Wasser und stärker radiotoxisch als Tritium-Gas
    (HTO = Wasserstoff-Tritium-Sauerstoff = Tritium haltiges Wasser)

Die Fakten

Vergleichswerte von Tritiumbelastungen. Quellen: (Quelle: Jahresbericht Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung
von 2006) und Messungen des Landesamtes für Umwelt Naturschutz und Geologie MV im Rahmen des §3 der Strahlenschutzverordnung

  • Bereits kleine Mengen Tritium strahlen sehr intensiv. 1 gr. Tritium weist eine Aktivität von
    370.000.000.000.000. (370.000 Milliarden Bq) auf.1
  • Tritium ist vom Organismus von normalem Wasser nicht zu unterscheiden.
  • Wird Tritium vom Körper (Mensch/Tier/Pflanze) als Wasser aufgenommen, verteilt es sich im ganzen Körper und führt zu einer gleichmäßigen Strahlenbelastung des ganzen Organismus.
  • Darüber hinaus kann Tritium wie normaler Wasserstoff auch in den Strang der DNS -der Trägerin der Erbinformation – eingebaut werden. Da Wasserstoff das häufigste Element in einem DNSMolekül ist, ist es leicht vorstellbar, dass dies schwerwiegende Folgen wie Mutationen, Krebs oder Leukämie auslösen kann. 2
  • Besonders gefährdet sind schwangere Frauen, deren ungeborene Embryos, Kinder und
    immungeschwächte Menschen.

Die Gefahr besteht durch:

  • Belastung des Grundwassers, denn Tritium kann nicht gefiltert oder beseitigt werden und wird
    dadurch extrem gefährlich.
  • die Aufnahme durch die Haut
  • Verzehr von Fischen
  • Gefährdung von Tieren, die das Wasser saufen

Kann man Tritium lagern?

  • Tritium ist außerordentlich schwierig zu lagern.
  • Es entweicht durch kleinste Poren.
  • Mit Tritium verunreinigtes Wasser durchdringt Beton und bildet in Gegenwart von Luftstickstoff salpetrige Säure, die die Behältnisse zerfrisst.
  • Tritium kann nicht gefiltert werden. Es gibt daher keine Möglichkeit, Tritium sicher zu lagern.
  • Bei Arbeiten ist eine Maske als persönliche Schutzausrüstung unzureichend. Notwendig ist ein Tritium-dichter Schutzanzug und 2 Paar Schutzhandschuhe aus dickem PVC zum Wechseln alle 20 Minuten.

Was sagt die Wissenschaft?

  • Schon 1978 wurde die Wirkung von tritiiertem Wasser untersucht und eine große Bandbreite
    von Schädigungen gefunden, insbesondere hinsichtlich von Chromosomenbrüchen. (Mewissen)3 Chromosom – Träger der Erbinformation
  • 1999 wurde der Nachweis geführt, dass Tritium sehr leicht die Mitochondrien – „die Kraftwerke“- der Zelle schädigt. Bei trächtigen Mäuseweibchen, die tritiiertes Wasser getrunken hatten, war der Anteil an Nachkommen mit Zelltod im Gehirn deutlich größer.(Wang)4
  • Auch 2001 und 2003 wurde die schädigende Wirkung von Tritium (OBT)auf das Gehirn festgestellt und niedrigere Grenzwerte gefordert.(Hamby/Palmer5 und Richardson/ Dunford6
  • Eine Studie der Europäischen Kommission kommt 2007 zum Schluss, dass Tritium um den Faktor 2000-5000 fach gefährlicher ist, als bislang gedacht.7
  • Der englische Nuklearexperte Ian Fairlie hält das Tritium für die Ursache der erhöhten Leukämierate bei Kindern im Umkreis aller deutschen Atomkraftwerke8

Kann sich Tritium im Organismus anreichern?

  • Tritium hat im Vergleich zu Wasserstoff eine dreifach höhere Masse. Daher hat Tritiumwasser einen geringeren Dampfdruck und kondensiert schneller.
  • Beim Verdunsten und Kondensieren von Wasser in der Natur, was ständig vorkommt, kann es deshalb zu einer Anreicherung von Tritium in Böden kommen. Der Tritiumgehalt in pflanzlichen Assimilationsprozessen wäre dann größer als im daneben fließenden Bach.
  • Durch die höhere Masse wird auch die enzymatische Kalalyse9 beeinflusst, so dass es unter bestimmten Umständen zu einer Tritiumanreicherung in Organismen kommen kann.10
  • So wurde im Bristolkanal südlich von Wales festgestellt, dass Seezungen, Flundern und Miesmuscheln stark mit Tritium belastet waren. Während im Seewasser 100bq/l Tritium (als Vergleich: im gereinigten Sickerwasser der Deponie Ihlenberg 575bq/l) waren, fanden
    Wissenschaftler des Londoner Fischereiministeriums in Fischen und Muscheln bis zu 37800bq/kg!11
  • In Kanada gibt es Bestrebungen, die Grenzwerte für Tritium auf zunächst 20bq/l im Trinkwasser zu senken.
  • In Kalifornien liegt das angestrebte Ziel für Tritium im Trinkwasser bereits unter 15 bq/l12
  • In Colorado bei 19 bq/l
    Der Deponiebetreiber dagegen versichert die Ungefährlichkeit des radioaktiven Tritiums für Umwelt und Menschen.
    Zunächst ist der Stand der Wissenschaft, dass es keine Schwelle gibt, ab der Radioaktivität unschädlich ist. So erklärt der Greifswalder Epidemiologe und Strahlenschutzexperte Prof.Dr.med. Wolfgang Hoffmann:
    «Auch gibt es keine Dosis, die keinen Krebs auslöst – jede auch noch so geringe Dosis kann Krebs verursachen.» Das hängt mit den Reparaturfähigkeiten der Zellen zusammen, wie Hoffmann erklärte: Zellen, die durch Strahlung beschädigt worden sind, reparieren sich selbst – nur reparieren sie sich manchmal falsch, wodurch das Erbgut der Zelle falsch zusammengebaut wird und sie zu wuchern
    beginnen kann. Selbst winzigste Strahlendosen vermögen diesen Prozess auszulösen.13 Der 2011 gemessene Wert im gereinigten Sickerwasser der Deponie Ihlenberg in Höhe von 575 Bq/l liegt fast 6mal höher als es die deutsche Trinkwasserverordnung erlaubt.Der Betreiber der Deponie Ihlenberg versucht auch mit einem vorgeblichen Rückgang der Radioaktivität innerhalb von 4 Jahren auf die Hälfte zu beruhigen. Doch im Umkehrschluss würde dies auch bedeuten, dass 2007 die Radioaktivität doppelt so hoch
    gewesen sein könnte wie 2011, nämlich 1200 Bq/l und 1999 gar 4800 Bq/l usw.. Im Gegensatzzum angeblich ahnungslosen Deponiebetreiber(„uns ist es ein Rätsel, wo das Tritium herkommt“)  14 liegen der „BI Stoppt die Deponie Schönberg e.V.“ Hinweise vor, dass bereits 1982 80 Tonnen flüssige Abfälle, die radioaktives Tritium enthalten haben, welches dem hochgiftigen krebserregenden Toluol beigemischt war, angeliefert worden sind. Bei der toxikologischen Arbeitsplatzstudie, die die Deponiebetreiber durchgeführt haben, wurde nicht auf radioaktive Stoffe und nicht auf Tritium untersucht!
    Insofern ist die Sorge des Selmsdorfer und Schönberger Bürgermeisters mehr als berechtigt. Doch die Besorgnis allein reicht nicht, es muss gehandelt werden!

Was ist zu tun?

  • Jetzt müssten zunächst unabhängige Wissenschaftler prüfen, wie weit sich Radioaktivität in der Umwelt also
    • im Boden
    • in der Luft
    • im Wasser
    • in Nahrungsmittel wie Ackerpflanzen
    • in Tieren (Fische, Wild, Zuchttiere)
      angereichert hat.

      • Wasser meint in diesem Fall
        • Trinkwasser
        • Alle Oberflächengewässer, die aus Richtung Deponie nach Schönberg, Selmsdorf und Lüdersdorf fließen
        • Alle Grundwasser in den verschiedenen Grundwasserstockwerken
        • ersprochene Fortsetzung der sog. Krebsstudie der Universität Greifswald zu dem Risiko der Deponiemitarbeiter und der Bevölkerung an Krebs zu erkranken.15
        • Verbesserung der Datenlage des Krebsregisters Berlin für den Raum Selmsdorf /Schönberg / Lüdersdorf durch eine länderübergreifende verpflichtende Meldung des behandelnden Arztes von Tumorneuerkrankungen an das für den Wohnort zuständige Krebsregister16

Auf den folgenden Grafiken kann man sehr gut erkennen, wie viele Wasser-/ Quellaustritte es am Hang des Ihlenberg / Bockholzberg gibt. Würden in diesen Gewässern und im Grundwasser höhere Tritiumwerte als die Hintergrundwerte (ca.2-4 bq/l) gemessen werden, wäre eine Verbindung des Wassers mit dem Sickerwasser der Deponie nachgewiesen.

Wasseraustritte am Südwestlichen Hang des Ihlenberg © Google Maps

Wasseraustritte Südhang des Ihlenberg Richtung Schönberg © Google Maps

Wasseraustritte Nordhang des Ihlenberg Richtung Selmsdorf © Google Maps

Die Richtung Norden fließenden Gewässer münden im Selmsdorfer Gebiet in die Jabsbek (auch Kanal oder Graben genannt) und dann weiter in den Dassower See (FFH Schutzgebiet) Die in Richtung Südwesten fließenden Gewässer münden im Lüdersdorfer und Palinger Graben, die in
die Wakenitz fließen. Die nach Süden/Südost fließenden Gewässer münden in den Rupensdorfer Bach bzw. Maurine, die in die Stepenitz und dann in den Dassower See fließen. (FFH Schutzgebiete)

 Veröffentlicht von am 12:31
Mrz 022015
 

1996 wurden im Zuge eines Forschungsvorhaben des Bundes neue Messstellen außerhalb des Deponiegeländes angelegt. Mit der Auswertung und Beprobung wurden auch externe Wissenschaftler wir z.B. Dr. Gäbler vom Niedersächsischen Amt für Bodenkunde beauftragt. Dr. Gäbler wollte feststellen, ob feine sehr mobile Stoffe aus dem Deponiesickerwasser in Messstellen gefunden werden konnten, die sonst „unauffällig“ waren. Er untersuchte hier das Grundwasser mit Hilfe von Borisoptopen. Gab es Übereinstimmung zwischen Borisotopenverhältnissen des Sickerwassers mit dem Grundwasser, war von einem feinen noch ungiftigen Einfluss vom Sickerwasser auszugehen. Ein erster Bote eines möglichen Grundwasserschadens. Dr. Gäbler fand im Süden der Deponie in Richtung Schönberg gleich mehrere beeinflusste Grundwasser. Er schreibt in seinem Gutachten von einer Sickerwasserfahne.
Das Normale wäre nun gewesen, diese Pegel nun umfassend und regelmäßig zu beproben. Doch das Gutachten verschwand im Archiv des LUNG(Landesamt für Umwelt,Natur und Geologie) und wurde durch Zufall 2004 von Mitgliedern der Lübecker BI gefunden. Das damals für die Deponie zuständige Umweltministerium kannte dieses Gutachten angeblich nicht. Bei einer Anfrage stellte sich vielmehr heraus, dass diese Pegel nicht mehr beprobt wurden und abgebaut werden sollten, was aber aus Geldmangel noch nicht geschehen war. Durch den massiven Protest der BI und des BUND wurde erreicht, dass die Messstellen wieder untersucht werden, den Parameter Borisotop sucht man allerdings vergebens. So drängt sich auch hier der Verdacht auf: so genau will man es gar nicht wissen. Dabei böte die Untersuchung auf diese feinen Vorboten eines möglichen Grundwasserschaden die Chance, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um einen Schaden zu verhindern. Dies würde im übrigen auch dem Vorsorgeprinzip entsprechen. Aus unserer Sicht lässt das praktizierte Verhalten die Vermutung zu, dass eine Sanierung eines vergifteten Grundwassers gar nicht möglich wäre. Bestätigung erfährt diese These durch den seit 1996 bekannten Grundwasserschaden in 36m Tiefe am Bockholzberg, dessen Ursache von Betreiberseite immer noch nicht geklärt ist. Obgleich 2 externe Gutachter von einem Sickerwasserschaden sprechen, was angesichts einer fehlenden Basisabdichtung in großen Teilen gemäß TA Abfall und folgenden Deponieverordnungen 2002 und 2009 sehr plausibel erscheint, wird heute immer noch spekuliert, ob vielleicht Deponiegase verantwortlich sein könnten.

 Veröffentlicht von am 11:00
Mrz 012015
 

1987 wurde in einer der wenigen Tiefenmessstellen  auf der Deponie in 237m unter Geländeoberkante das gefährliche Nervengift Hexachlorcyclohexan gefunden,besser bekannt unter dem Namen Lindan. Lindan wurde vielfach in Holzschutzmitteln verwendet und ist krebserregend.
Nach 1990 wurde von der LandesreGIERung gefordert, diesen Pegel nochmals zu untersuchen. Doch wer unseren Teil 1 schon aufmerksam gelesen hat, wird ahnen, was kommt: bevor es zu einer erneuten Beprobung kam, wurde die Messstelle unbrauchbar gemacht. Einen Ersatz gab es dafür nicht. Und auch wie im Fall der Bleivergiftung wurde nun wieder spekuliert, wie es denn zu dieser Kontamination kommen konnte. Und da bei dieser Fragestellung Undichtigkeiten der Deponiesohle von vornherein ausgeschlossen werden mussten, die Deponie sollte schließlich weiter betrieben werden, wurde verkündet: Bohrfett könnte  wohl der Grund gewesen sein.
Klar, dass auch an dieser Stelle keine neue Messstelle gefordert wurde.

 Veröffentlicht von am 13:08
Feb 282015
 

Im Statusbericht 1 zur Deponie Ihlenberg des Geologischen Landesamt Mecklenburg Vorpommern  heißt es:

1987- 1990 in 32 Fällen über dem Sanierungsrichtwert von 200µg/l mit dem Maximalwert von 7500 µg/l. Dies betrifft auch die Grundwassermessstellen P13, P17, P23 und P32 aus dem tieferen Quartär und P37 aus dem tiefsten Quartär.. Diese Vergiftung lag also bis zum 37fachen über dem Sanierungsrichtwert!

Nun stellt sich die Frage, welche Werte werden heute ist an diesen Messstellen gefunden und wurde das vergiftete Grundwasser saniert? Auch wenn Sie es kaum glauben werden: diese Messstellen wurden nie wieder beprobt, Sie wurden schlichtweg ab- bzw.  überbaut. So entzog sich der Deponie betrieb einer weiteren Kontrolle und seine Grundwassermonitoring war wieder in Ordnung. Als nach der Wende 1990 diese Vergiftungen bekannt wurden, verlangten die Aufsichtsbehörden nicht etwa an gleicher Stelle der alten Pegel neue, nein, man verlegte sich darauf die Vergiftung mit Blei dem Pegelmaterial zuzuschreiben und stellte der Deponie Ihlenberg auch damit einen Freifahrtschein für die Zukunft aus. Nun ist aber die Frage erlaubt, falls die These zutreffen sollte: wie qualifiziert ist ein Giftmülldeponiebetreiber, giftigste Stoffe aus aller Welt zu vergraben, wenn er bleihaltige Messpegel verbaut. Dem Grundwasser war damit natürlich auch nicht geholfen, denn die Vergiftung mit Blei bis in tiefste Grundwasser ist nachgewiesen, ob dies nun durch Sickerwasser oder Bleirohre kam. Nebenbei sollte noch angemerkt werden, dass Gutachter feststellten, dass diese Pegel derart schlecht zurückgebaut wurden, dass dadurch weitere Kontaminationsmöglichkeiten in den Untergrund geschaffen wurden.

 Veröffentlicht von am 12:38
Feb 012014
 

Die BI unterstützt die Klage des NABU Mecklenburg Vorpommerns gegen die Genehmigung, Deponiebereiche mittels einer sogenannten Multifunktionsabdichtung zu trennen.
Nach gültiger Deponieverordnung  müssen Deponieteile baulich voneinander getrennt werden. Das staatliche Amt für Landwirtschaft, Umwelt und Natur  Schwerin erteilte der IAG für diese wesentliche Änderung eine Plangenehmigung. Damit wurde erneut die Gelegenheit verpasst, erstmalig auf dieser Deponie ein Planfeststellungsverfahren mit einer Öffentlichkeitsbeteiligung und einer Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.
Die Genehmigungsbehörde stellte in einer Vorprüfung fest, dass von diesem Vorhaben keine Gefahr für die Umwelt ausgeht.
Diese Ansicht teilen wir nicht. Es sind zahlreiche Umweltverschmutzungen dokumentiert, die Mitarbeiter tragen ein 80% erhöhtes Krebsrisiko, Grundwasser- und Oberflächenwasserschäden sind seit Jahrzehnten bekannt. Gerade erst wurde veröffentlicht, dass in einem Grundwasser in 37m unter GOK das deponiebürtige krebserregende Vinylchlorid 600fach über dem festgelegten Schwellenwert gefunden wurde. Die BI hatte öffentlich gemacht, dass das radioaktive Tritium von der Deponie Ihlenberg emittiert wird und über den Wasserpfad und nach unserer Vermutung auch über Deponiegase in die Umgebung gelangt.
Bei der vorgesehenen Abdichtung dient diese einem alten Deponieteil als Oberflächenabdichtung und gleichzeitig einer darauf errichteten neuen Deponie als sog. Basisabdichtung.
Durch das Aufbringen von viele Tonnen giftiger Abfälle wird der alte Deponieteil, in dem sich immer noch hochgiftiges Sickerwasser befindet, vermutlich zusammengedrückt. Dies würde in den Bereichen, in denen die Deponie Ihlenberg keine Basisabdichtung mittels einer Folie hat, mit aller Wahrscheinlichkeit zur weiteren Kontamination im Untergrund und Grundwasser führen. Schon das Geologische Landesamt MV stellte 1990 fest, dass 48 m³ Sickerwasser täglich im Untergrund verschwinden. Schon damals hätte die Notbremse gezogen werden müssen! Es hätte auf den Teilen der Deponie, die keine Basisabdichtung haben, kein Müll mehr abgekippt werden dürfen! Doch auch diese Bereiche wurden bis zum letzten Zentimeter verfüllt.
Und die Teile der Deponie, die keine Basisfolie haben, sind größer als befürchtet, wie folgende Fotomontage zeigt
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Die rot- punktierten Flächen sind die ohne Basisfolie und auch die aktuell beschickten Deponieflächen liegen offenbar auf diesen Bereichen. Quellenangabe: Foto: Google Satellitenfoto und Flächen ohne Basisfolie: Gefährdungsabschätzung Dr.Krengel Grundwasserschaden Bockholzberg
Eine große Bedrohung für Umwelt und Natur und es ist uns ein Rätsel, wie eine Genehmigungsbehörde darüber hinweg sehen kann!
Dagen muss im Sinne aller vorgegangen werden!
Wenn Sie auch der Auffassung sind, können Sie helfen: spenden Sie Geld, damit diesem Treiben ein Ende gesetzt wird. Bei solchen offensichtlichen Gefahren hätte eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung durchgeführt werden müssen. Helfen Sie mit, wir sind es der Natur und unseren Kindern schuldig!
Spenden sind steuerlich absetzbar, da wir ein anerkannt gemeinnütziger Verein sind.
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 Veröffentlicht von am 15:13